kurz und knapp – neue Links

Januar 12, 2012 at 7:43 pm (Linkalarm)

die Tage habe ich ein paar Links gesammelt, die spannend, aufregend oder seltsam sind…

Das unangenehme Theater mit unserem Bundespräsidenten würde ich gerne ignorieren – oder später verarbeiten.

Fangen wir an:

Der Osten ist halt braun. Immer schön wenn

1. andere definieren, wie die Wirklichkeit der Menschen ist

2. man so wunderbar auf die „Anderen“ zeigen kann, das erspart Denkarbeit

 

Kristina Schröder, die sanfte Radikale  sollte man sich merken und die gute Frau im Auge behalten. Die stellt sicher noch einiges an und während dieser Entwurf hier so rumliegt, flattert das hier in meine Aufmerksamkeit. Die Besten der Besten der Besten oder so!

schöner, wenn auch älterer tweet dazu vom haekelschwein…

(ich hänge ja derzeit öfter auf twitter rum – für einen Newsjunkie ist das ein Paradies 😉 )

 

Übrigens zur VDS – DIESEN Leuten will man dieses Werkzeug in die Hand drücken… Der Link ist direkt gesichert, und wird bei Gelegenheit zur Argumentation herangezogen!

Die Zeit hat ein sehr schönes Interview zum bedingungslosen Grundeinkommen – hier.

Frau Lila schreibt über das Dilemma mit der Hausarbeit – sehr lesenswert.

so, da aber dieses hier das Motto des Tages ist,

 

 

noch ein wenig Unsinn:

Ich liebe Leute, die sich wissenschaftlich mit Unsinn beschäftigen können: LOLSpeak ❤

Demnächst gibt es auch wieder was Ernsthaftes (zu unserem BuPrä und der Politik – ich muss da nur sehr vorsichtig sein)

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Gedanken zur Bildung… (und eine kleine Liebeserklärung)

Januar 2, 2012 at 9:23 pm (Uncategorized)

„Bildung ist wie eine Geschlechtskrankheit; sie macht einen für die meisten Berufe ungeeignet und man verspürt das Bedürfnis, sie weiterzugeben.“ (Terry Pratchett)

… etwas was ich im Berufsleben täglich merke. Daher verwundert mich, dass als Voraussetzung zur Teilnahme am Arbeitsmarkt immer Bildung genannt wird (hier, hier, hier etc)

Nein, die Menschen sollen nicht gebildet sein, sie sollen AUSgebildet sein. Dazu habe ich einen sehr interessanten Text gefunden, der dieses Dilemma schön beschreibt. Peter Bieri in der ZEIT: „Stets geht es um zweierlei: zu wissen, was der Fall ist, und zu verstehen, warum es der Fall ist. Bildung in diesem Sinne ist Weltorientierung.“ (wirklich sehr lesenswert)

Ein solcherart gebildeter Mensch ist aber in der heutigen Welt nicht gerne gesehen.  Er stellt in Frage, versucht Sinn und Struktur zu erkennen und denkt selbstständig. Das braucht man heute nicht mehr. Früher konnten wir uns noch Philosophen leisten aber heute?

Und das bring mich zu Aldo! (VORSICHT! ab jetzt wird es anekdotisch)

Ich hatte gerade mein 1. Semester im Studium hinter mir und besuchte mit meinem damaligen Freund Freunde seiner Familie in Italien. Eine bunte Gruppe aus Einheimischen, deutschen Urlaubern, Deutschen, die dort langfristig leben und deren Freunden. Alles sehr spannende Leute. Und immer wurde von Aldo gesprochen. Meistens auf italienisch; ich verstand kein Wort aber das Wort „Aldo“ kam recht oft vor. Ich erfuhr, dass er in einem kleinen Haus lebt, das bis dahin nur zwei Menschen ausser ihm betreten haben (anscheinend war aufgrund der vielen Bücher für mehr Leute auch kein Platz) und er hatte in diesen Jahr wohl einen reiche Zucchiniernte eingefahren, so dass er sich seit Wochen von seinen Zucchini ernährte. Gut, diesen Menschen sollten wir also abends treffen – ich hatte an dem Tag schon einen Kapitän der schweitzer Marine getroffen und fühlte mich sehr weltgewandt.

Dann kam da dieser alte Mann, leicht verwahrlost in seiner Erscheinung, noch genau 4 Zähne im Mund, einen komischen Ausschlag hatte er auch und sprach mit mir nur italienisch – verdammt!

Ich radebrechte, dass ich leider kein italienisch könne und er bemühte sich, auf deutsch mit einer unglaublich italienischen Aussprache zu kommunizieren. Er lerne nämlich gerade deutsch weil er gerne Goethe lesen würde. Ich war hin und weg – jemand der eine Sprache lernt um die Gedankenwelt des Autors richtig verstehen zu können? ❤

Als Studentin der Kulturanthropologie hatte ich es nicht leicht, Menschen mein Studium zu erklären und nun fragte mich dieser Mensch, was ich denn so mache. Ich bemühte mich redlich, ihm auf englisch/deutsch/französisch mit italienischer Unterstützung der Mitfahrenden klar zu machen, was ich studiere und irgendwann sagte ich: „Kulturanthropologie“. Ich wartete auf das übliche: „Was ist das denn?“ und blickte in ein strahlendes Gesicht. „Ahhh, Athropologia culturale!“ gefolgt von einem halbstündigen Vortrag über Levy-Strauss, Bourdieu und Sennett.

 

und da war ich endgültig hingerissen…

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